Vermeidung von (Sport-) Verletzungen durch die Behandlung von Triggerpunkten

Aug 13, 2018 | Muskelfaser, Sportmassage, Triggerpunkt

Jeder Mensch wird früher oder später bewusste Bekanntschaft mit Triggerpunkten (auch Myogelosen genannt) in unseren Muskeln machen. Das ist beim Menschen genetisch bedingt.

WAS IST EIN TRIGGERPUNKT (TP) EIGENTLICH?

Das Wort „Trigger“ ist eine Bezeichnung für einen Auslöser, eine Ursache.
Stell Dir einen Muskel wie ein Gummiband vor. Befindet sich ein Knoten in diesem Gummiband und Du belastest es zusätzlich oder ziehst daran, wird sich der Knoten mit großer Wahrscheinlichkeit noch mehr verfestigen.

Triggerpunkte sind Muskelverkrampfungen, die über unsere Nervenbahnen Schmerzsignale aussenden. Tatsächlich können der TP und der Schmerz in unserem Körper ziemlich weit auseinander liegen. Das liegt daran, dass alle Muskeln und Sehnen in unserem Körper direkt oder indirekt miteinander über das Bindegewebe (Faszien), das Skelett und die Nerven verbunden sind und Hebelwirkungen und biomechanischen Gesetzen folgen. So kann z. B. die Lösung eines TP in der Unterarmmuskulatur deutlich zur Entspannung der Schulter und Nackenmuskulatur beitragen.

Eine neuer Triggerpunkt funktioniert wie eine Alarmanlage in unserem Körper, denn immer will uns Schmerz auf etwas aufmerksam machen.

WIE ENTSTEHT EIN TP, WARUM SCHMERZT ER UND WELCHE FOLGEN KANN ER PROVOZIEREN?

Triggerpunkte zu haben können wir aus genetischen und anatomischen Gründen nicht vermeiden. Ausgelöst werden TP bekannterweise durch: Operationen, Überlastungen, Statikprobleme, Unfälle, Verletzungen, Übersäuerung und andere Stressfaktoren. Wochenlanges Laufen an Krücken führt genauso zu Triggerpunkten, wie stundenlanges Sitzen vor dem Computer oder ein übermäßiges Training.

Fühlst Du Dich ernsthaft verspannt und reagieren Deine Muskeln auf Druck empfindlich schmerzhaft, weißt Du, dass etwas in Deinem biomechanischem System gerade nicht ganz rund läuft. TP verkürzen den Muskel, also stehen die Muskelfasern um den TP herum unter erhöhter Anspannung. (Bsp. Gummiband).

Der Muskel wird schlechter durchblutet, da durch die Spannung die feinen Blutgefäßeund auch Nervenbahnen zusammen gequetscht werden. Er wird nicht mehr optimal versorgt und Schlackenstoffe können nicht mehr so gut ausgeleitet werden. Blockierte Bewegungsabläufe, Steifheit und ein geschwächter Muskel sind die Folge. Außerdem belasten dauerhafte Entzündungsherde immer das Immunsystem, weswegen sie uns ermatten.

Für Athleten: Logisch, dass Trainingszeiten stagnieren oder sich verschlechtern. Durch den TP ist die „Zündschwelle“ des Muskels entweder zu hoch (träge Muskelreaktion) oder zu niedrig (überaktiv).

Dabei ist der Kern eines Triggerpunktes nur eine 1 bis 4 mm lange Verdickung. Meist bleibt es jedoch nicht bei einem einzelnen TP. Auf die Dauer versuchen andere Muskelgruppen die Zugspannung auszugleichen und passen sich dementsprechend an, um das Gesamtgleichgewicht Deines Körpers zu erhalten. Es kommt vor, dass unser Körper durch zusätzliches Narbengewebe den Muskel an der geschwächten Stelle zu stabilisieren versucht, was zu noch größerer Verdickung und einem zähen Muskel führt. Manche Triggerpunkte lösen dennoch erst nach Jahrzehnten Schmerzen und Bewegungseinschränkungen aus, und dann oft an anderer Stelle im Körper. Es leidet unsere Körperhaltung und folglich unsere Körpersprache.

Schonhaltungen, Fehlhaltungen, Schmerzen und verringerte sportliche Fitness sind tatsächliche „Symptome“ eines TP.

Chronisch „gepflegte“ Triggerpunkte schmerzen meist nur wenig bis gar nicht mehr. Es stellt sich eher ein taubes Gefühl ein. Wir sind einfach so daran gewöhnt, doch auf Dauer sind Gelenk- und Nervenfunktionsstörungen die Konsequenz. Schwindel, eingeschlafene Finger, Krämpfe, chronische Schmerzen, Migräneanfälle bis hin zu depressiven Stimmungsschwankungen sind ebenso typische Hinweise auf einen Triggerpunkt. Bei weiterer körperlicher Belastung droht dann leider der strukturelle Zusammenbruch des Gewebes und es kommt leichter zu einer (Sport-) Verletzung mit entsprechender Heilungszeit oder zu einer anderen Krankheit. Und das obwohl alles mit einer einfach Durchblutungstörung angefangen hat. 

WIE WERDE ICH MEINE TP WIEDER LOS?

Die gute Nachricht ist, dass Triggerpunkte gut und relativ einfach therapierbar sind. Alte Triggerpunkte sind schwerer zu behandeln. Eine Massage ist immer ein guter Anfang um Heilung einzuleiten, da wir auch auf jeden Fall bewusste Rückmeldung über unseren Körper erhalten.

Es bietet es sich an, Triggerpunkte präventiv durch Massage oder andere körperliche Behandlungsmethoden regelmäßig professionell lösen zu lassen. Ein junger TP kann oftmals mit ein paar guten Sportmassagen, mit einigen gekonnten Griffen, wie zum Beispiel der „ischämischen Kompression“ oder einer „Friktion“, teilweise sogar innerhalb von Minuten erweicht und aufgelöst werden.

Eine therapeutische Sportmassage kann momentan etwas unangenehm bis schmerzhaft sein. Trotzdem wird sich der Entspannungsfaktor einstellen. 

Das Schöne an Massagen ist, dass der Heilungsprozess sofort mit der ersten Berührung beginnt und auch nach der Behandlung noch anhält.

Dem Muskel wird durch die Befreiung des TP erlaubt, wieder in seinen ursprünglichen Spannungszustand zurückzukehren und flexibel zu reagieren. Das wirkt sich auf deinen gesamten Organismus positiv aus. Er erhält seine Dehnfestigkeit, Geschmeidigkeit und Gesundheit zurück.

Ein Muskel ohne Triggerpunkte ist bedeutend weicher und beweglicher. Das wirst du sofort spüren können. Die Massage lockert und löst verklebte Muskelstränge, die eventuell auf Nervenbahnen und Blutgefäße drücken und oft lässt der Schmerz innerhalb kürzester Zeit nach. Wir fühlen uns leichter. Auch mental und emotional. Nährstoffe und Sauerstoff können wieder ungehindert in die Muskelzellen transportiert werden.

Unsere Vitalität kehrt zurück. Schlacken und Säuren wiederum werden abgebaut und Entzündungen können abklingen. So einfach aber kraftvoll wirkt die Massage eines guten Therapeuten sich auf Deine Gesundheit aus. Fast magisch.

Bei regelmäßigem Training bzw. intensiver Belastung empfehle ich mindestens zwei Mal monatlich eine Sportmassage um die Muskeln dauerhaft geschmeidig zu halten. Während Wettkämpfen oder intensiver Trainingsphasen am besten täglich, vorzugsweise abends um Dir einen guten Schlaf und dem Muskel die Ruhezeit zu garantieren, die er zur Regeneration und zum Aufbau braucht.

Alle anderen je nach Bedarf. Eine Massage ist immer eine sinnvolle Vorsorge und hilfreich beim Stressabbau. (Siehe Artikel „Massage als Immunsystembooster“)

Herzlichst, Ihre
Stefanie Huttner
Travelling massage therapist

Contact

I speak German, English and Spanish.

Bookings via WhatsApp

+34652480512

Email

info@travellingmassagetherapist.com

On the move

• Do you want to fly me over?

• Do you need your athletes/ rockstars/ VIP´s to be taken care of?

• Do you need help in your team of therapists?

• Do you want to upgrade your event?

Hey, that´s great!

Just contact me for individual prices and schedule matching.